kv-abschluss 2018 finance

Die 5. Kollektivvertragsverhandlung bringt das Ergebnis: Seit dem 1. April 2018 steht den rund 75.000 Angestellten in der Kreditbranche eine Gehaltserhöhung von + 2,45% zu, on top kommen außerdem noch weitere 9 Euro pro Monat. Der Abschluss konnte am 4.4.2018 nach 17 Verhandlungsstunden erzielt werden, er gilt für die nächsten 12 Monate.

Finance Vertragsverhandlungen 2018

Der Startschuss für die Finance Vertragsverhandlungen 2018 fiel am 21. Februar. Hierbei wurden KV Zulagen von 4% gefordert, wobei ein Angebot der Arbeitgeber ausblieb. Auch in der zweiten Runde, die am 1. März stattfand und rund 7 Stunden andauerte, konnten die Verhandlungspartner keine Einigung erzielen. Die Forderung von 4% blieb bestehen. Am 8. März platzierte die Seite der Arbeitgeberverhandler dann das Gegenangebot von 1,9% Erhöhung mit einem exklusivem Fixbetrag von 8,50 Euro. Auch bei diesem Anhebungs-Vorschlag, konnte keine Einigung erreicht werden, so dass die Vertragsverhandlungen am 12. März fortgesetzt wurden. Das neue Angebot der Arbeitgeber lautete 2% zuzüglich 12 Euro – eine Option, die die Gewerkschaft für inakzeptabel befand. Erst der 5. Verhandlungstermin am 4. April bringt Einigung.

Gehaltserhöhung laut Finance Kollektivvertrag 2018

Im Überblick ergeben sich aus dem neuen KV-Abschluss für die Kreditbranche folgende Ergebnisse für 12 Monate ab April 2018:

  • Die Erhöhung der kollektivvertraglichen Schemagehälter um 2,45% + 9 Euro. Auf einen Betrag von 2.875 Euro ergibt das eine monatliche Erhöhung von + 2,76%.
  • Im Durchschnitt ergibt das bei den Schemata der einzelnen Sektoren eine Erhöhung von 2,78% bis 2,83%.
  • Die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung um + 2,8% linear.
  • Die Erhöhung der Kinderzulagen um + 2,55%.
  • Es werden sektorübergreifende Gespräche zum “Recht auf und Zeit für Qualifizierung” aufgenommen. Dabei geht es um Themenbereiche aus dem Gewerkschaften-Forderungskatalogs.

Ein Kollektivvertrag-Handel mit gutem Ausgang

Zwar konnten die hohen Ziele der Gewerkschaft von 4% in den Kollektivvertragsverhandlungen nicht umgesetzt werden, trotzdem hat sich die Standhaftigkeit und der Kampf für die Finance ArbeitnehmerInnen in Summe bezahlt gemacht. Die wirtschaftlichen Daten und Rekordgewinne der letzten Monate wurden als Verhandlungsbasis gut genutzt, so dass sich die ArbeitnehmerInnen der Kreditwirtschaft über ihren Anteil am Gewinn zu Recht freuen dürfen.

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