Sparen für Kinder – 5 Tipps zur Geldanlage für eigene Kinder & Enkel

Sparen für Kinder

Für die Kleinen nur das Beste – diese Redenwendung gilt auch in Sachen Finanzen. Immer mehr Eltern und Großeltern sparen für Kinder, damit diese später den Führerschein oder die erste Wohnung finanzieren können. In Zeiten niedriger Zinsen hat das klassische Sparbuch dabei als Anlageform ausgedient. Eltern müssen sich nach Alternativen umschauen, um effizient für Kinder sparen zu können. Welche Finanzprodukte für die Anlage geeignet sind und worauf beim Sparen für Kinder sonst noch geachtet werden sollte, weiß der folgende Ratgeber.

Sparen für Kinder – Warum lohnt sich das überhaupt?

Das Ansparen von Geld für die eigenen Kinder ist nicht nur sinnvoll, weil diese später vom Kapital profitieren. Auch die Eltern selbst sind Nutznießer, bedeutet die Kindererziehung doch eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung. Die Ausgaben steigen in der Regel mit dem Alter der Kinder: Reichen im eigentlichen Kindesalter noch Spielsachen aus, wird spätestens mit 18 der Führerschein für einige hundert Euro gemacht. Auch der erste Umzug oder das Studium werden meist von den Eltern bezahlt und verursachen Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich.

Wenn explizit hierfür bereits ab der Kindesgeburt gespart wird, lassen sich die finanziellen Herausforderungen deutlich besser bewältigen. Zudem profitieren Eltern vom Zinseszinseffekt: Je eher mit dem Sparen für Kinder begonnen wird, desto überproportional höher sind später die Erträge. Ein Beispiel:

Anlage ab der Geburt Anlage ab dem 8. Lebensjahr
Finanzprodukt Breit gestreuter Fonds mit Dividendenzahlung Breit gestreuter Fonds mit Dividendenzahlung
Investitionssumme 10.000 Euro 10.000 Euro
Jährliche Rendite 5 Prozent 5 Prozent
Auszahlungsalter des Kindes 18 Jahre 18 Jahre
Auszahlungssumme 24.066,19 Euro 16.288,95 Euro

Die Auszahlungsdifferenz ist in diesem Fall enorm, was sich durch den Zinseszinseffekt begründen lässt. Die jährliche Rendite wird direkt wieder angelegt und am Ende des nächsten Jahres mitverzinst. Selbst wenn das Geld nur 17 Jahre angelegt wird, ergibt sich bereits eine Auszahlungsdifferenz von knapp 1.000 Euro – obwohl die Rendite im ersten Jahr nur 500 Euro beträgt.

Anlage auf eigenen Namen

Immer beliebter wird das Sparen für Kinder auf deren eigenen Namen. Sobald das Kind volljährig ist, kann es dann auf die komplette Summe zugreifen. Während der Laufzeit werden Steuerfreibeträge effizient ausgereizt, weil das Kind über kein anderes Einkommen aus Kapitalerträgen verfügt, die Eltern aber unter Umständen schon. Das Ganze hat nur einen großen Nachteil: Wer weiß schon, wie sich das gerade erst geborene Kind entwickeln wird?

Mit Vollendung des 17. Lebensjahres hat der Nachwuchs uneingeschränkten Zugriff auf die teils hohen Summen – und kann sich anstatt einer Wohnung für das Studium einen schnellen Sportwagen kaufen. Das Geld könnte auch anderweitig ausgegeben werden, etwa für wilde Partys oder Luxusreisen. Sicherlich handelt es sich hierbei um das Worst-Case-Szenario, das aber nie ausgeschlossen werden kann. Die Anlage sollte zur Sicherheit immer auf den Namen der Eltern laufen. Dann kann das Kapital beispielsweise auch später als zum 18. Geburtstag oder in Teilbeträgen überschrieben werden.

Die passende Anlageform wählen

Beim Sparen für Kinder hängt der Ertrag stark von der gewählten Anlageform ab. Grundsätzlich empfehlen sich Sparpläne aller Art, um langfristig Vermögen aufzubauen. Zusätzlich sollte aufgrund des Zinseszinseffekts eine möglichst hohe Anfangssumme in den jeweiligen Vertrag einbezahlt werden. Aufgrund des sehr langen Zeithorizonts von mehr als 10 Jahren kann der Sparplan durchaus an einen Fonds oder andere etwas risikoreichere Anlage gekoppelt werden. Zumal klassische Banksparpläne derzeit wenige Rendite bringen. Folgende Optionen sind denkbar:

  • ETF-Fondssparplan
    ETFs eignen sich ideal, um langfristig Vermögen anzusparen. Ihre Kosten sind deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds und das Kapital wird sehr breit gestreut. Durch die lange Laufzeit können kurzfristige Krisen an den Aktienmärkten gut überstanden werden. Die Renditeerwartungen sind von Fonds zu Fonds unterschiedlich, bewegen sich aber zwischen 3 und 6 Prozent pro Jahr.
  • Klassisches Fondssparen
    Aktiv gemanagte Fonds für unterschiedliche Themen.
  • Sparbuch (Tagesgeld)
    Klassischerweise eröffnen Eltern und Großeltern für die Kleinen ein Sparbuch. Der Vorteil besteht darin, dass das Kapital komplett abgesichert ist und keinen Schwankungen unterliegt. Die Verzinsung bewegt sich aber nur zwischen 0 und maximal 1,5 Prozent (in Phasen hoher Zinsen).
  • Festgeld
    Etwas mehr Rendite als das Sparbuch wirft Festgeld ab. Besonders bei langen Laufzeiten sind die Renditen auch in Niedrigzinsphasen aufgrund der hohen Sicherheit recht attraktiv. Allerdings liegen die maximalen Laufzeiten in der Regel bei zehn Jahren, wobei nach Ablauf eine Wiederanlage zum dann vorherrschenden Zinsniveau vereinbart werden kann. Beachtet werden sollte, dass nicht alle Banken die Festgeldanlage mit Zinseszins Einige Kreditinstitute parken die Rendite auf einem unverzinsten Extra-Konto oder zahlen diese Jahr für Jahr aus. Bei einem Vergleich ist daher immer auf die effektive Verzinsung pro Jahr und nicht nur den Nominalzins zu achten.

Wer sich für einen ETF-Fondssparplan entscheidet, muss zudem auf die Wahl des Anbieters achten. Verlangt der jeweilige Broker Depotführungsgebühren, wird die Rendite ein gutes Stück geschmälert – ohne einen echten Mehrwert zu bieten. Gerade im Falle von einzelnen Sparplänen ist ein umfangreiches und teures Beratungsangebot nicht notwendig, sodass sich die Depoteröffnung bei einem Online-Broker lohnt. Selbiges gilt für das Festgeld: Bei gleicher Sicherheit kann ein Zinsenvergleich die Jahresrendite um bis zu einem Prozentpunkt erhöhen.

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Finger weg von Ausbildungsversicherungen

Eine gute Ausbildung oder ein Studium sind für die Zukunft des eigenen Kindes wichtig. Die Kosten hierfür sind allerdings hoch: Zwischen 35.000 und 60.000 Euro sind inklusive Miete und anderen Ausgaben schnell investiert. Insbesondere Großeltern neigen daher dazu, eine Ausbildungsversicherung für Kinder abzuschließen. Der Versicherungsnehmer zahlt dabei über einen langen Zeitraum monatliche Beiträge in die Police ein, die das angesparte Kapital am Ende der Laufzeit an das Kind ausbezahlt. Verstirbt der Versicherungsnehmer in dieser Zeit, greift die Versicherung trotzdem

Das Problem bei Ausbildungsversicherungen besteht in deren enorm hohen Kosten. Versicherungen lassen sich den Auszahlungsservice im Todesfall durch unverhältnismäßig hohe Abschlussprovisionen vergüten. Zudem fällt die Flexibilität äußerst gering aus, vorzeitige Kündigungen sind nur mit hohen Verlusten möglich. Renditestärker als die anderen bereits vorgestellten Anlageformen, sind Ausbildungsversicherungen trotzdem nicht, was klar gegen den Abschluss der Police spricht.

Sparen für Kinder – die Anlageformen in der Übersicht

Anlageform Neugeborene und Kinder Jugendliche
Festgeldkonto Geeignete Sparform mit hoher Sicherheit Geeignete Sparform mit hoher Sicherheit
Fondssparplan Geeignete Sparform mit guten Renditeaussichten und einem überschaubaren Risiko Geeignete Sparform mit guten Renditeaussichten und einem überschaubaren Risiko
Tagesgeld Ungeeignet Zur Überbrückung vor der Auszahlung geeignet
Sparbuch Wenig geeignet Ungeeignet
Ausbildungsversicherung Ungeeignet Ungeeignet

Fazit: Frühzeitig mit ETFs anfangen mit dem Sparen für Kinder

Um optimal vom Zinseszinseffekt profitieren zu können, sollte eine entsprechen Anlage nach Möglichkeit schon zur Kindesgeburt durchgeführt werden. Es empfiehlt sich dabei, eine Kombination aus Sparplan und einer möglichst hohen Anfangseinlage zu wählen. Als Anlageform eignen sich aufgrund des langen Zeithorizonts vor allem ETFs, die eine hohe Rendite versprechen. Alternativ kann auch auf klassisches Festgeld gesetzt werden, wobei von Ausbildungsversicherungen definitiv Abstand zu nehmen ist.

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