Nasdaq 100: Was Anleger über den Index wissen müssen!

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Der Nasdaq 100 gilt neben dem Dow Jones und dem S&P 500 als wichtigster Aktienindex in den USA. Dabei umfasst er ausschließlich Unternehmen, die der sogenannten Technologiebranche zuzuordnen sind. Es finden sich also beispielsweise Google, Apple oder Amazon im Index wieder, nicht aber große Banken oder andere Finanzdienstleister. In den vergangenen Jahren ging es für den Nasdaq 100 fast kontinuierlich bergauf, allerdings ist die Kursentwicklung dabei recht volatil. Ob und wenn ja wie Anleger vom Nasdaq 100 profitieren können, zeigen wir im folgenden Ratgeber.

Wie setzt sich der Nasdaq 100 zusammen?

Wie bereits der Name zeigt, finden sich im Nasdaq 100 insgesamt 100 Unternehmen. Diese sind ausschließlich dem Technologiesektor zuzuordnen, wobei folgende Branchen überwiegen:

  • Informationstechnologie
  • Halbleiter
  • Softwarehersteller
  • Softwareentwickler
  • Biotech

Ein Großteil der Unternehmen ist dabei zwischen 10 und 30 Jahre alt, verglichen mit Dow Jones Unternehmen also sehr jung. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Nasdaq 100 immer wieder größeren Schwankungen ausgesetzt ist. Denn junge Unternehmen neigen dazu, sowohl große Kurssteigerungen als auch starke Verluste hinnehmen zu müssen.

Die Zusammensetzung des Indizes erfolgt streng nach dem Grad der Marktkapitalisierung. Zu den am stärksten gewichteten Unternehmen zählen daher derzeit Apple, Amazon und Alphabet (Google). Sie sorgten in den letzten Jahren neben einigen Biotech-Unternehmen dafür, dass der Nasdaq an Bedeutung gewann. Zu beachten gilt es, dass einige der Konzerne auch in anderen Indizes gelistet sind. So finden sich Apple und Google beispielsweise auch im S&P 500 wieder.

Kursentwicklung des Nasdaq 100

Nicht nur die gelisteten Konzerne, sondern auch der Index selbst ist relativ jung. Erst seit 1985 erfolgt seine Berechnung, wobei Sonderzahlungen, Dividenden und Bezugsrechte nicht einbezogen werden. Ein Blick auf die bisherige Entwicklung:

(Quelle: finanzen.net)

Anhand des Charts wird die angesprochene Volatilität des Nasdaq 100 eindrucksvoll belegt. Besonders steil bergauf ging es Ende der 90er Jahre, als ein regelrechter Hype um Internet-Unternehmen ausbrach. Dieser endete jedoch mit dem Platzen der „Dot.com-Blase“, so dass der Nasdaq 100 Anfang der 2000er stark einbrach.

Ganze 16 Jahre hat es danach gedauert, bis das Kurshoch aus dem Jahr 2000 geknackt werden konnte. Bemerkenswert ist dabei, dass der Einbruch während der Finanzkrise 2008 sehr gering ausfiel. Verloren DAX, Dow Jones und Co. teilweise über 70 Prozent an Wert, waren es beim Nasdaq 100 „nur“ 50 Prozent. Auch die anschließende Erholung erfolgte praktisch binnen eines Jahres. Begründet ist dies darin, dass keinerlei Finanzdienstleister oder Banken im Index gelistet sind.

So investieren Anleger in den Nasdaq 100

Anlegern bieten sich unterschiedlichste Möglichkeiten, um in den Nasdaq 100 zu investieren. Dabei sollte neben dem Risiko auch immer auf die Kostenseite geachtet werden, die sich zwischen einzelnen Finanzprodukten teils stark unterscheidet:

  • Aktien
    Bei allen gelisteten Unternehmen handelt es sich selbstverständlich um Aktiengesellschaften. Entsprechend ist es möglich, direkt in einzelne Konzerne zu investieren. Allerdings ist das Risiko hierbei vergleichsweise groß, sind junge Technologieunternehmen doch recht anfällig für Krisen oder gar Pleiten. Beispielsweise genügt eine einzige Gesetzesänderung, um Biotech-Unternehmen in Schieflage zu bringen. Zudem schütten kaum Konzerne Dividenden Auf der anderen Seite sind durch Einzelinvestitionen enorm hohe Gewinne möglich, wie etwa ein Blick auf die Aktien von Google oder Apple zeigt.
  • ETF
    Es existieren zahlreiche ETFs, welche die Entwicklung des gesamten Nasdaq 100 abbilden. Der Vorteil: Solche Indexfonds sind günstig und streuen das Kapital von Anlegern sehr breit. Dennoch ist die Investition vergleichsweise wenig diversifiziert, weil alle Unternehmen aus ähnlichen Branchen stammen. Wer auf ein hohes Maß an Sicherheit beim Aktieninvestment aus ist, sollte daher auf Indizes wie den DAX, Dow Jones oder MSCI World.
  • Anleihen
    Bei den Nasdaq 100 Unternehmen ist die Emission von Anleihen wenig verbreitet. Kapital wird in der Regel über Großinvestoren oder den Gang an die Börse gewonnen. Dennoch finden Anleger einige Möglichkeiten, derartige Finanzprodukte zu erwerben. Im Gegensatz zu der Aktieninvestition sind Rendite und Laufzeit bereits im Vorhinein fest eingeplant.

Wie bereits erwähnt wurde, muss bei der Investition auch immer die Kostenseite berücksichtigt werden. ETFs sind hier deutlich günstiger als Aktien. Allerdings sind die Kosten nicht nur vom gewählten Finanzprodukt, sondern auch dem eigenen Broker abhängig. Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter vor der Investition ist damit unerlässlich.

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Fazit: Volatiler Index aus Technologie-Unternehmen

Investitionen in den Nasdaq 100 sind von zwei Seiten zu betrachten. Auf der einen Seite können hohe Renditen erzielt werden, weil im Index ausschließlich junge Technologie-Unternehmen gelistet sind. Auf der anderen Seite sind eben diese Konzerne anfällig für Krisen und Pleiten wie etwa ein Blick auf die Entwicklung des Nasdaq 100 Ende der 90er Jahre zeigt. Wer sein Kapital sicher anlegen möchte, macht daher besser einen Bogen um den Index. Alle anderen Anleger können mit Einzelinvestitionen, breiter gestreuten ETFs und teilweise auch Anleihen in den Nasdaq 100 investieren.

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