Privatverschuldung: 23 % der Österreicher überziehen laufend ihr Konto

Privatverschuldung Beitrag

Die Corona-Pandemie richtet nicht nur finanzielle Schäden bei Unternehmen an, sondern bringt auch viele Privatpersonen an ihre Grenzen. Im Mai hatten laut einer Befragung des IIS ING International Survey, 29 % der Österreicher einen Konsumkredit. Deutlicher werden die Zahlen beim Anstieg der Kontoüberziehungen: 23 % der Österreicher überziehen das Konto regelmäßig.

Gründe dafür liegen in der hohen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit –  ca. 1,2 Millionen Menschen verdienen aktuell weniger als bisher.

Aktuelle Arbeitslosenzahlen – Statistik vom Juni 2020

Arbeitslosigkeit Statistik Ende April 2020 in Österreich
Arbeitslosigkeit Statistik Ende Juni 2020 in Österreich | Quelle: AMS

Vergleicht man die Zahlen mit der April Statistik, zeigt sich seit Ende Juni eine leichte Verbesserung:

  • 414.766 Arbeitslose Ende Juni (Ende April: 522.253)
  • 48.739 in Schulung Ende Juni (Ende April: 49.224)

Steigende Verschuldung erhöht Risiko von Privatinsolvenzen

Wer laufend im Minus ist, läuft große Gefahr über kurz oder lang in eine Zahlungsunfähigkeit bzw. Privatinsolvenz zu schlittern. Der Prozess ist dabei schleichend und sollte frühzeitig erkannt werden, um ihm entgegenzuwirken:

  1. Die Ausgaben übersteigen regelmäßig die Einnahmen und es ist nicht möglich diesen Fehlbetrag in den Folgemonaten zu begleichen.
  2. Durch die Kontoüberziehung fallen Dispozinsen an. Je nach Bank zuerst meist zwischen 6 % und 12 %. Wenn der gewährte Dispo überzogen wird fallen noch höhere Zinsen von bis zu 17,5 % an. Dadurch reduziert sich der verfügbare Betrag noch mehr.
  3. Ist kein Dispo bzw. keine weitere Überziehung mehr möglich können laufende Zahlungen für Strom, TV, Handy, Konsumkredite (Ratenkauf), Leasing, etc. nicht mehr bezahlt werden. Diese Versäumnisse führen zu Mahngebühren, Strafzinsen, erhöhen die Schuldenlast und die monatlichen Verbindlichkeiten erneut.
  4. Wird dieser Zustand erreicht, gilt man als Zahlungsunfähig.

Jeder vierte Österreicher hat keine Ersparnisse

Rund ein Viertel aller Österreicher haben keine Ersparnisse und sind regelmäßig im Minus auf dem Girokonto. Das hat eine Studie der ING Bank aus 2020 ergeben.

ING International Survey Statistik | Quelle: ING

 

250 € zinsfreie Überziehung bei der ING

ING Kunden dürfen sich bis Oktober im Zuge der Corona-Krise über eine zinsfreie Überziehung freuen. Bis zu 250 € können dabei monatlich auf dem kostenlosen Girokonto überzogen werden (bei monatlichen Eingängen von mindestens 300 €).

Was tun bei Schulden?

  1. Es ist wichtig, dass Sie den Überblick bewahren. Erstellen Sie einen Haushaltsplan und listen sie alle Schulden und Ratenzahlungen auf.
  2. Sichern Sie Ihre Existenz und bezahlen Sie zuerst Rechnungen wie Miete, Betriebskosten, Strom, Heizung, Essen und Medikamente.
  3. Vermeiden Sie eine Kontosperre und kontaktieren Sie Ihren Bankberater.
  4. Kontaktieren Sie Ihre Gläubiger und vereinbaren Sie eine Ratenzahlung oder einen Zahlungsaufschub.
  5. Bei laufender Kontoüberziehung trotz Berufstätigkeit wäre es besser einen länger laufenden Kredit zu beantragen, da hier oftmals weniger Zinsen anfallen.
  6. Wenn Sie keinen Überblick mehr haben, wenden Sie sich an eine Schuldnerberatung.

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