Aktien-Verkauf in Österreich wird 2022 eventuell wieder steuerfrei – aber mit Behaltefrist

Bereits im Regierungsprogramm 2020 stand der Plan, die 2012 abgeschaffte Behaltefrist für Wertpapiere wieder einzuführen und die generelle Besteuerung von Kursgewinnen für Wertpapiere und Fondsprodukte mit 27,50 % abzuschaffen. In einem Interview mit dem Magazin „trend“ kündigte Finanzminister Magnus Brunner nun an, dass dieses Vorhaben nun 2022 umgesetzt werden soll.

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Behaltefrist von Wertpapieren einführen – Stand schon im Regierungsprogramm 2020 (PDF)

„Wir sind die Huren der Reichen“

Dieses Zitat aus den türkisen Chatprotokollen ruft bei der SPÖ Erinnerungen hoch – und sie kritisieren diese Entscheidung zutiefst.

„Die ÖVP hat überhaupt keinen Genierer mehr in ihrer Politik für die Reichen und Superreichen“ (SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer)

Die ÖVP selbst weist darauf hin, dass sie Sparern in Zeiten hoher Inflation eine attraktive Alternative zum Sparbuch bieten wollen. Zudem soll es auch ein Anreiz zur privaten Altersvorsorge sein.

Wie lange wird die Behaltefrist ab 2022 sein?

Bis 2011 war die Behaltefrist für steuerfreie Wertpapier-Verkäufe und Fonds-Verkäufe 12 Monate. Es wird aber spekuliert, dass die neue Behaltefrist in Österreich ab 2022 bis zu 5 Jahre betragen könnte. Die genaue Frist wird jedoch erst noch bekannt gegeben.

Wer vor Ablauf der Behaltefrist verkauft, wird wie bisher 27,50 % KESt. bezahlen müssen.

Ausgenommen von der KESt. sind bislang bereits Aktien, welche schon vor dem 1.1.2011 ins Depot gelegt wurden.

Wie fix ist die KESt Abschaffung 2022?

Im Trend-Interview war Finanzminister Brunner sehr zuversichtlich für eine Umsetzung in 2022. Auf Nachfrage beim Koalitionspartner den Grünen wurde jedoch relativiert, denn den Grünen waren keine Verhandlungen zu diesem Punkt bekannt. Es könnte also sein, dass es doch nur ein PR-Stunt war, bzw. die Umsetzung sich noch etwas verzögern könnte.

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Titelbild: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

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