Was ist Social Trading? Anbieter Vergleich für Österreich

Social Trading (Copy-Trading) Anbieter für Österreich - Plattformen im Vergleich. Aktien, ETFs, CFDs, Forex, Krypto, uvm. - Was ist Social Trading? Vorteile, Chancen, Nachteile.

Beim Social Trading (oder auch Copy Trading) kann man sein Depot bzw. seine Handelsstrategie mit der Community teilen oder anderen erfolgreichen Tradern folgen und deren Anlagestrategie kopieren. Entweder werden die Handelsbewegungen 1:1 im eigenen Depot nachgebildet oder es gibt sogar eigene Zertifikate der Trader denen man folgt, in welche man investieren kann. Social Trading gibt es für viele Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Forex, CFDs, Krypto-Währungen, uvm. Für Österreich stehen mehrere Social-Trading-Plattformen zur Verfügung. Die Anbieter unterscheiden sich dabei nicht nur von den Konditionen, sondern auch von den Angeboten.

Das Grundprinzip des Social Trading

Angeboten wird Social Trading in der Regel von Brokern, die sich auf diese Art des Handels spezialisiert haben. Das grundlegende Prinzip ist aber bei allen Social-Trading-Plattformen für Österreich mehr oder weniger gleich:

  • Die Broker leben davon, dass sich möglichst viele Nutzer registrieren.
  • Innerhalb der Community kann über aktuelle Charts, Analysen und News diskutiert werden.
  • Über Suchfilter ist es möglich, besonders gute und erfahrene Trader zu finden.
  • Es ist möglich, diesen Tradern zu folgen.
  • Das Folgen kann entweder so aussehen, dass alle Aktionen des Traders in einer Art Watchlist aufgezeichnet werden oder das die Positionseröffnungen sogar direkt kopiert werden.
  • Anstatt in einen Fonds zu investieren, kann man somit direkt in die Aktienstrategie eines anderen Investors investieren, auf dessen Expertise man vertraut.

Im Prinzip funktioniert Social Trading also so, wie die bekannten sozialen Netzwerke auch. Da es allerdings um echtes Geld geht, erfordert die Kontoeröffnung die typischen Legitimations-Schritte, die auch bei herkömmlichen Banken bzw. Online-Brokern notwendig sind.

Mit welchen Finanzprodukten wird gehandelt?

Plattformen für Social-Trading gibt es sowohl für kurzfristige Derivate wie z.B. CFDs & Forex als auch für Aktien und sogar für Kryptowährungen. Generell gibt es Social-Trading aber für alle Arten von Finanzprodukten. Im Bereich der klassischen Produkte wie den Aktien werden dann beispielsweise spezielle Musterportfolios erstellt. Diese können dann vom Anleger per einfachem Mausklick nachgekauft oder individuell angepasst werden. Teilweise werden diese Musterportfolios auch als Zertifikat zusammengefasst und über eine herkömmliche Bank emittiert.

Chancen und Risiken des Social Tradings

Das Konzept des Social Trading bildet eine Art Gegenpool zur klassischen Geldanlage. Es möchte vor allem kostengünstig und unabhängig von vermeintlichen Anlageexperten klassischer Banken sein. Vielmehr sollen die Nutzer selbst entscheiden können, wen sie als Berater wählen – denn nichts Anderes wird durch das vollautomatische Folgen letztlich getan.

Der Vorteil: Nutzer können gleich mehreren Tradern folgen, sodass sie nicht mehr von einem einzelnen Berater abhängig sind. Gleichzeitig wird das eigene Kapital breit gestreut. Schließlich verteilen es die jeweiligen Trader ebenfalls wieder auf eine Vielzahl von Basiswerten, sodass praktisch ein Multiplikatoreffekt ähnlich wie bei einem Dachfonds entsteht.

Zu den Risiken zählt vor allem der sogenannte Drawdown. Es handelt sich hierbei um eine Kennziffer, anhand derer der Verlust des Signalgebers ersichtlich wird. Betrachtet wird dabei immer eine bestimmte Zeitperiode, also etwa ein Monat oder ein Jahr. Die Kennziffer gibt auch Aufschluss darüber, wie risikobereit der jeweilige Trader ist. Je höher der Drawdown, desto riskanter investiert der Anleger.

Wichtig: Social Trading kann jeder Anleger betreiben – sowohl als Follower als auch als „Trendsetter“. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder andere Qualifikationen benötigten die Trendsetter – anders als Anlageberater – nicht. Diese fehlende Regulierung und Aufsicht wird von vielen Experten äußerst kritisch gesehen. Zwar können auch unerfahrene Trader auf kurze Sicht Gewinne erzielen, auf lange Sicht setzen sich aber immer Erfahrung und Fachwissen durch.

Leider fallen für das Kopieren von Depots und Handelsstrategien Gebühren an. Dafür muss man selbst nicht aktiv handeln. Wer sich aber nach einiger Zeit durch das Beobachten besser in das Thema Börse und Wertpapierhandel eingearbeitet hat kann anschließend auch selber direkt Wertpapiere kaufen und profitiert dann von geringeren Gebühren. Sollten einem dann andere Trader folgen, verdient man zudem daran, da ein Teil der Provisionen mit dem Depot-Inhaber geteilt werden.

Anbieter von Social Trading

Das Social Trading erfolgt – ebenso wie der herkömmliche Handel mit Finanzprodukten – ausschließlich über einen Broker. Bisher haben sich vor allem folgende Unternehmen einen Namen in der Branche machen können, bei denen man auch als Österreicher ein Depot eröffnen kann.

  1. NAGA Trader
    Über die einfach zu bedienende Nutzeroberfläche kann man bei dieser Finanz-Community in Aktien, CFDs, Kryptowährungen, Forex, ETFs und vieles mehr investieren. Man kann entweder die Handelsstrategie anderer Top-Trader kopieren oder selbst auf den internationalen Märkten traden bzw. investieren. Es fällt keine Depotgebühr an und beim Aktienhandel werden auch keine Kommissionen verrechnet. Ein weiterer Vorteil ist, dass NAGA ein börsennotiertes Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse ist und streng reguliert wird. Wer möchte kann über die Naga App auch unterwegs laufend auf sein Depot zugreifen.
    Man kann sich schnell und einfach registrieren und kann dann im Demokonto die Plattform zuerst kennenlernen, bevor man sich entschließt mit Echtgeld zu handeln.
  2. Wikifolio
    Das in Wien gegründete Unternehmen geht einen anderen Weg als die Konkurrenz, auch wenn es ebenfalls Finanzderivate nutzt. Nutzer stellen hier Portfolios aus herkömmlichen Finanzprodukten wie Aktien zusammen. Die Community diskutiert dann über diese Musterportfolios, woraufhin der Ersteller diese wiederum anpassen kann. Die am besten bewerteten Portfolios werden anschließend auch von Fachleuten des Social Trading Anbieters selbst überprüft. Halten sie auch dieser Begutachtung stand, werden die Portfolios in Kooperation mit einer Privatbank als Zertifikat auf den Markt gebracht.
  3. eToro
    Bereits vor über zehn Jahren wurde der Broker gegründet. Heute vertrauen mehr als 4,5 Millionen Nutzer den Diensten des israelischen Konzerns. Gehandelt wird ausschließlich mit Finanzderivaten, wobei über 900 Basiswerte zur Verfügung stehen. Der Broker zeichnet sich vor allem durch eine übersichtliche Handelsplattform aus, über die aussichtsreiche Trader schnell gefunden werden können. Eine App und ein Demokonto stehen ebenfalls zur Verfügung.
  4. ZuluTrade
    Dieser US-Anbieter hat sich auf soziales Traden von Forex (Währungen) spezialisiert. Neben „echten“ Währungen kann man hier auch Kryptowährungen traden. Es gibt auch die Möglichkeit auf einem Demokonto zuerst zu üben und die Trading-Plattform bzw. Handels-App kennenzulernen, bevor man Echtgeld investiert.

So funktioniert Social-Trading / Copy-Trading – VIDEO

Fazit: Social Trading könnte den Handel revolutionieren

Noch ist Social Trading vor allem risikobewussten Anlegern vorbehalten, die vermehrt mit Finanzderivaten spekulieren. Wie der Fall wikifolio zeigt, kommt die Anlagemethode aber auch bei Kleinanlegern gut an. Die ersten Zertifikate wurden hundertfach gekauft, sodass in den kommenden Jahren stetig neue Portfolios emittiert werden sollen. Beachtet werden muss immer, dass die Signalgeber de jure keine Anlageberater sind, auch wenn sie de facto als solche fungieren. Eine ausführliche Informationseinholung vor dem Folgen ist daher unerlässlich.

Unser Tipp:

Beim Naga Trader im Demokonto (Registrieren und in 5 Min. verfügbar) zuerst alles kennenlernen und dann entweder jemandem folgen oder selbst direkt Aktien und andere Wertpapiere traden.

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