Rebalancing – Konservative Anlagestrategie für risikoscheue Börsianer

Rebalancing Waage

Viele Menschen greifen trotz Nullzinsen und schlechten Konditionen auf das gute alte Sparbuch zurück. Dabei gibt es auch beim Handel mit Wertpapieren Strategien die für risikoscheue Personen äußert interessant sind. Eine davon ist das sogenannte Rebalancing.

Risikoarme Strategie an der Börse möglich?

An der Börse gibt es unzählige Strategien, wobei keine hundertprozentigen Erfolg garantiert. Manche Strategien sind für Risikofreaks ideal und andere wiederum eignen sich eher für konservative Anleger. Eine besonders interessante Anlagestrategie für risikoscheue Anleger ist das sogenannte Rebalancing.

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Die Geschichte des Rebalancing

Beim Rebalancing handelt es sich jedoch nicht um eine neue Strategie, im Gegenteil das Konzept besteht seit den 1930er Jahren. Angeblich soll diese Strategie erstmals von den Vermögensverwaltern der US Universität Yale angewendet worden sein. Später schrieb dann der Ökonom Benjamin Graham über diese Anlagestrategie. In der heutigen Zeit wo Menschen der Börse gegenüber misstrauischer denn je sind, wird das Konzept Rebalancing aber wieder sehr aktuell und interessant.

Wie funktioniert die Rebalancing Strategie?

Zu Beginn des Rebalancing muss man sich überlegen, in welche Anlageklassen man sein Geld verteilen will. Als Anlageklassen bezeichnet man die verschiedenen Möglichkeiten sein Geld anzulegen – z.B. Aktien, Anleihen, Tagesgeld, Festgeld, Rohstoffe usw.

Nachdem man die gewünschten Anlageklassen ausgewählt hat, muss man sich noch eine Gewichtung überlegen. Ziel des Rebalancing ist es, diese Gewichtung von Zeit zu Zeit wiederherzustellen. Der Zeitpunkt kann z.B. vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich gewählt werden. Wenn eine Anlageklasse stark gewonnen hat und eine Andere verloren hat, wird das Gleichgewicht am ausgemachten Zeitpunkt wiederhergestellt.

Rebalancing Symbolbild Schlauch

Beispiel für Rebalancing

Herr A hat sich sein Portfolio zurechtgelegt. Er investiert sein Geld zu 30% in Aktien, zu 10% in Anleihen und 60% lagert er auf seinem Tagesgeldkonto. Er hat den 31. Dezember als jährlichen Kontroll- bzw. Rebalancingtag ausgewählt. Ein Jahr vergeht und während das Geld auf dem Tagesgeldkonto und in den Anleihen ziemlich konstant geblieben ist, sind die Aktienkurse stark gestiegen. Damit hat Herr A mehr Vermögen zur Verfügung und mehr Geld in seinen Aktien gelagert wie im ursprünglichen Schlüssel festgelegt. Also balanciert Herr A sein jetziges Vermögen wieder mit dem festgelegten Schlüssel 30/10/60 aus. – Er verkauft Aktien und steckt das Geld in Anleihen und aufs Tagesgeldkonto. Das gleiche Prinzip gilt bei fallenden Kursen.

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Welche Vorteile hat die Portfolio Rebalancing Strategie?

Falls es tatsächlich zu einem Crash kommt, dann verliert man mit dieser Methode weniger Geld, weil man das Geld von Zeit zu Zeit umschichtet. Die Rebalancing Strategie verhindert zudem, dass man nicht den Fehler der breiten Masse an der Börse macht, indem man bei steigenden Kursen einsteigt und bei fallenden Kursen sofort verkauft. Bei der Rebalancing Methode wird in die Aktien investiert, wenn Sie relativ niedrig bewertet sind und bei steigenden Kursen werden die Gewinne abgeschöpft.

Rebalancing langfristig Uhr

Rebalancing nur als langfristige Strategie sinnvoll

Langfristige Strategien sind an der Börse immer weniger mit Risiko behaftet als kurzfristige Strategien. Das Rebalancing funktioniert nur langfristig ausgerichtet. Die Umschichtungszeitpunkte sollten nicht zu häufig sein und tägliche Kontrollen der einzelnen Anlageklassen werden auch nicht empfohlen. Der Schlüssel für den Erfolg mit dieser Strategie ist Geduld.

Experten empfehlen Rebalancing unter bestimmten Voraussetzungen

Führende Experten halten die Rebalancing Strategie durchaus für sinnvoll. Schließlich wird hier das Risiko sinnvoll diversifiziert und die Aktienanteile bekommen keinen zu großen Anteil am Gesamtvermögen. Wichtig ist es, nicht auf einzelne Aktien zu setzten, weil da das Risiko deutlich größer ist als bei Fonds.

Fazit

Das Rebalancing wird eingefleischten Börsianern, die das Risiko lieben wohl etwas zu konservativ erscheinen. Für Anleger die den Aktien keine zu große Bedeutung am Gesamtvermögen zukommen lassen wollen, könnte die Rebalancing Strategie eine geeignete Methode sein.

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