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In Deutschland war es ein Anstieg von über 170%, in Österreich waren es fast 50% – die Rede ist vom Markt des Crowdfundings. Schon seit dem Beginn des gemeinsamen Finanzierens schießen die Zahlen jährlich in die Höhe. Jetzt sind neue Spitzenwerte erreicht: Mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen in Deutschland und rund 29 Millionen in Österreich, konnten im vergangenen Jahr absolute Top-Werte erreicht werden. Wem nun allerdings kreative und innovative Start-ups in den Sinn kommen, muss schnell feststellen, dass dem nicht so ist… das Crowdinvesting Geld landet eher im Immobilien Crowdfunding.

Crowdfunding in Deutschland: 200 Millionen

Die Zahlen des Marktreports von crowdfunding.de machen es mehr als deutlich: Crowdfunding boomt! Im vergangenen Jahr wurde so viel Geld wie noch nie in Schwarmprojekte investiert. Der Fokus liegt dabei immer klarer auf Crowdinvesting als Finanzierungsinstrument, spenden- und bonusbasiertes Vorgehen ist eher selten zu verzeichnen. Zwar konnten Unternehmen – Start-ups eingenommen – ihr Gesamtvolumen bei Gruppenfinanzierungen auf rund 34 Millionen fast verdoppeln, jedoch geht dieser Anstieg vor allem auf Mittelständler und Wachstumsunternehmen zurück. Die großen Gewinner sind die Projekte aus dem Immobilien Crowdfunding. Allein hier liegt das Finanzierungsvolumen mittlerweile bei rund 130 Millionen Euro. Marktführende Crowdfunding Plattform des Sektors ist dabei mit rund 8 Millionen Euro Finanzierung, das Hamburger Unternehmen Exporo. Abgesehen von diesen Gewinnen im Immobilien Bereich, sind auch Anstiege bei Crowdfunding Projekten von Econeers, Wiwin & Co. zum Thema Energie zu verzeichnen: 2017 gab es ein Plus von 63%, so dass rund 6,1 Millionen Euro gesammelt werden konnten. Das gesamte Projektvolumen lag allein in Deutschland im Jahr 2017 bei über 200 Millionen Euro.

Crowdfunding in Österreich: 29 Millionen

Die Zahlen für Österreich kommen von dem unabhängigen Crowdfunding Vergleichsportal CrowdCircus.com. Ähnlich zu den Befunden aus Deutschland, verzeichnen auch die Finanzierungen in Österreich einen deutlichen Anstieg – in Summe wurden fast 29 Millionen Euro Projektvolumen erreicht. Wie beeindruckend dieser Betrag für 2017 ist, wird beim Vergleich mit den Schwarmfinanzierungen der Vorjahre schnell deutlich: 2014 lag das Volumen bei ca. 4,1 Millionen Euro, 2016 bei 19,6 Millionen. Seit dem ersten Crowfunding Projekt in 2012 ergibt das bis zum Ende des Kalenderjahrs 2017 ein Gesamtvolumen von 65,8 Millionen Euro! Ähnlich zum festgestellten Trend in Deutschland, fallen auch in Österreich immer mehr Crowdinvestings in den Bereich der Immobilien. Von insgesamt 200 Projekten wurden 2017 allein 45 im Immobilien Crowdfunding realisiert. Das größte Crowdfunding Projekt war mit über 1,2 Millionen Euro das Hotel Unternehmen “COOEE alpin Hotels” der ehemaligen Skirennläufer Rainer Schönfelder und Hermann Maier. Durchgeführt wurde das Tourismus Projekt von der Crowdfunding Plattform Conda, die mit etwa 75% des Gesamtmarktvolumens die größte österreichische Plattform bildet.

Crowdinvestment – Erfahrung zahlt sich aus

Vorsorgen will jeder – gerade beim privaten Crowdfunding ist das in vielen Fällen der Antrieb für die Beteiligung an Gruppenfinanzierungen. Wie bei Wertpapier-Depots, Krediten und anderen Finanzthemen ist es das A und O, sich ausgiebig zu informieren. Leichtsinnig und schnell sollte man auch beim Crowdinvesting eher nicht vorgehen. Eine Analyse von Nutzerangaben der DACH Crowdfunding Plattform Companisto zeigt jedoch, dass der durchschnittliche Investor durchaus mit dem Themenkomplex vertraut ist und über Erfahrung im Anlagenbereich verfügt.

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