Kaum wird es September, tauchen sie wieder auf: die Warnungen vor dem „schwächsten Börsenmonat des Jahres“. Wir haben nachgerechnet – mit Tageskursen des S&P 500 seit 1928 sowie von Dow Jones, DAX und ATX. Das Ergebnis: Der September-Effekt existiert tatsächlich, er ist in allen vier Indizes messbar – und er ist als Handlungsanleitung trotzdem so gut wie wertlos. Vor allem für Anlegerinnen und Anleger in Österreich, wo die KESt jeden Ausstiegsversuch teuer macht. Nur den Monat zu betrachten reicht nämlich nich. Viel wichtiger ist die bisherige Jahresperformance – Und die sah 2026 drotz großer Volatilität ganz gut aus.
Die kurze Antwort
- Ja, der September ist statistisch der schwächste Monat – beim S&P 500, beim Dow Jones, beim DAX und beim ATX. In allen vier Indizes belegt er Platz 12 von 12.
- Nein, „die Kurse fallen im September“ stimmt so nicht. Beim S&P 500 schloss der September in 54 % der Jahre im Minus – das ist eine Münze mit ganz leichter Schlagseite, keine Regel.
- Der Durchschnitt wird von wenigen Katastrophenjahren gemacht. Ohne 1931, 2002, 2008 und 2022 bleibt vom Effekt wenig übrig.
- Der Mythos „US-Wahljahre sind schlimmer“ hält der Prüfung nicht stand – im Gegenteil.
- Es gibt einen Faktor, der wirklich etwas erklärt: wie das Jahr bis Ende August gelaufen ist. Und der spricht 2026 eher für als gegen die Börsen.
Der Befund: September ist tatsächlich der schwächste Monat
Wir haben für diesen Beitrag die täglichen Schlusskurse der vier Indizes ausgewertet und daraus die Monatsrenditen berechnet – beim S&P 500 reicht die Reihe bis Ende 1927 zurück, das ergibt 98 vollständige Septembermonate von 1928 bis 2025. Das Bild ist eindeutig:
Der September ist der einzige Monat mit einem deutlich negativen Mittelwert. Der Februar liegt mit −0,11 % praktisch bei null, alle übrigen zehn Monate sind im Plus. Zum Vergleich: Über alle Monate außer September legte der S&P 500 im Schnitt +0,82 % pro Monat zu – das ist ein Unterschied von fast zwei Prozentpunkten.
Und der Effekt ist kein rein amerikanisches Phänomen. Er zeigt sich auch im deutschen Leitindex und – besonders ausgeprägt beim Mittelwert – an der Wiener Börse:
| Index | Zeitraum | Ø September | Median September | Anteil negativer Septembers | Ø alle anderen Monate |
|---|---|---|---|---|---|
| S&P 500 | 1928–2025 (98 Jahre) | −1,12 % | −0,42 % | 54,1 % | +0,82 % |
| Dow Jones | 1992–2025 (34 Jahre) | −0,70 % | +0,06 % | 50,0 % | +0,90 % |
| DAX | 1988–2025 (38 Jahre) | −2,03 % | −1,27 % | 60,5 % | +1,13 % |
| ATX | 1993–2025 (33 Jahre) | −1,85 % | +0,08 % | 48,5 % | +0,95 % |
Warum der Durchschnitt in die Irre führt
Jetzt kommt jener Teil, den die Schlagzeilen meistens weglassen. Schauen Sie in der Tabelle oben auf die Spalte Median – also den Wert, der genau in der Mitte aller Septembermonate liegt. Beim ATX ist er mit +0,08 % sogar leicht positiv, beim Dow Jones ebenfalls. Beim S&P 500 liegt er bei −0,42 % statt bei −1,12 %.
Der Grund: Ein paar wenige Abstürze ziehen den Mittelwert nach unten. Die schlimmsten Septembermonate waren
- S&P 500: 1931 (−29,9 %), 1937 (−14,2 %), 1930 (−13,0 %), 1933 (−12,4 %), 1974 (−11,9 %), 2002 (−11,0 %)
- DAX: 2002 (−25,4 %), 1990 (−18,1 %), 2001 (−17,0 %)
- ATX: 2008 (−23,4 %), 2011 (−14,6 %), 1998 (−13,3 %)
Das sind Weltwirtschaftskrise, Dotcom-Crash, Terroranschläge, Lehman-Pleite und Euro-Schuldenkrise – keine Kalendereffekte. Der September häuft die schlechten Monate aber tatsächlich: Von den 40 schwersten Monatsverlusten des S&P 500 seit 1928 entfallen neun auf einen September – mehr als auf jeden anderen Monat.
Der zweite Punkt: Der Effekt ist über die Jahrzehnte deutlich geschrumpft. Von 1928 bis 1949 verlor der S&P 500 im September im Schnitt 2,82 %. Von 1950 bis 2025 waren es nur noch −0,63 % – ein Unterschied, der in der Handelsspesenrechnung eines Privatanlegers untergeht.
| Jahr | S&P 500 | Dow Jones | DAX | ATX |
|---|---|---|---|---|
| 2016 | −0,12 % | −0,50 % | −0,77 % | +3,93 % |
| 2017 | +1,93 % | +2,08 % | +6,41 % | +2,57 % |
| 2018 | +0,43 % | +1,90 % | −0,95 % | +1,34 % |
| 2019 | +1,72 % | +1,95 % | +4,09 % | +3,42 % |
| 2020 | −3,92 % | −2,28 % | −1,43 % | −4,88 % |
| 2021 | −4,76 % | −4,29 % | −3,63 % | +1,08 % |
| 2022 | −9,34 % | −8,84 % | −5,61 % | −7,14 % |
| 2023 | −4,87 % | −3,50 % | −3,51 % | +0,44 % |
| 2024 | +2,02 % | +1,85 % | +2,21 % | −2,01 % |
| 2025 | +3,53 % | +1,87 % | −0,09 % | +0,47 % |
| Ø 2016–2025 | −1,34 % | −0,98 % | −0,33 % | −0,08 % |
US-Wahljahre: der Mythos hält nicht
Ein beliebtes Zusatzargument lautet, der September sei in US-Wahljahren besonders gefährlich, weil die politische Unsicherheit auf die Kurse drückt. Die Daten sagen etwas anderes – und zwar ziemlich klar das Gegenteil:
| S&P 500, September nach Position im US-Wahlzyklus | Anzahl Jahre | Ø Rendite | Median | Anteil negativ |
|---|---|---|---|---|
| Präsidentschafts-Wahljahr (2024, 2020, …) | 25 | −0,36 % | +0,13 % | 48,0 % |
| Nachwahljahr (2025, 2021, …) | 25 | −1,42 % | −0,65 % | 56,0 % |
| Zwischenwahljahr (2026, 2022, …) | 24 | −1,47 % | −0,71 % | 54,2 % |
| Vorwahljahr (2027, 2023, …) | 24 | −1,24 % | −0,90 % | 58,3 % |
| Alle Nicht-Wahljahre zusammen | 73 | −1,38 % | −0,70 % | 56,2 % |
In US-Präsidentschafts-Wahljahren war der September im Schnitt besser als in allen anderen Jahren – der Median liegt sogar im Plus. Beim DAX zeigt sich dieselbe Richtung (−0,06 % im Wahljahr gegenüber −2,73 % sonst), beim ATX kehrt sie sich um. Mit anderen Worten: kein stabiles Muster.
Wichtige Einschränkung: 25 Beobachtungen sind für eine belastbare Aussage viel zu wenig. Ein statistischer Test auf den Unterschied zwischen Wahljahren und Nicht-Wahljahren fällt klar negativ aus – der beobachtete Abstand lässt sich mit reinem Zufall problemlos erklären. Wer aus dem Wahlkalender ein Handelssignal ableitet, arbeitet mit Rauschen.
Das gilt auch für die andere Richtung: 2026 ist ein Zwischenwahljahr – am 3. November wird das US-Repräsentantenhaus komplett und ein Drittel des Senats neu gewählt. Zwischenwahljahre haben in unserer Auswertung den zweitschwächsten September. Beim DAX steht dort sogar ein Mittelwert von −6,6 %. Nur: Dieser Wert beruht auf neun Jahren, von denen drei (1990, 2002, 2022) schwere Bärenmärkte waren. Als Prognose taugt das nichts.
Der Faktor, der wirklich etwas erklärt: der bisherige Jahresverlauf
Deutlich interessanter wird es, wenn man die Septembermonate danach trennt, wie das Jahr bis Ende August gelaufen ist. Hier zeigt sich ein Muster, das in allen vier Indizes in dieselbe Richtung weist – und das ist bei Saisonalitätsanalysen selten:
| Index | Jahr bis August im Plus | Jahr bis August im Minus | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahre | Ø Sep. | negativ | Jahre | Ø Sep. | negativ | |
| S&P 500 | 66 | +0,09 % | 48,5 % | 32 | −3,61 % | 65,6 % |
| Dow Jones | 23 | +0,50 % | 39,1 % | 11 | −3,22 % | 72,7 % |
| DAX | 24 | +0,48 % | 50,0 % | 14 | −6,32 % | 78,6 % |
| ATX | 21 | +0,22 % | 33,3 % | 12 | −5,47 % | 75,0 % |
Die Botschaft ist unmissverständlich: Der gefürchtete September-Absturz passiert fast ausschließlich in Jahren, die schon vorher schlecht liefen. War der Index Ende August im Plus, war der September im Durchschnitt ein ganz normaler, leicht positiver Monat. Der „September-Effekt“ ist zu einem guten Teil schlicht die Fortsetzung eines Abwärtstrends, der längst begonnen hatte.
Auch hier gilt die Vorsichtsregel: Die Fallzahlen bei DAX, ATX und Dow Jones sind klein, und die Minus-Gruppe enthält zwangsläufig die Krisenjahre. Beim S&P 500 mit 98 Beobachtungen ist der Unterschied allerdings auch statistisch belastbar.
Und wie steht 2026 da?
| Index | Stand 31.08.2026 | Seit Jahresbeginn | Historische Gruppe |
|---|---|---|---|
| S&P 500 | 7.686,14 | +12,3 % | Jahr im Plus → Ø September +0,09 % |
| Dow Jones | 53.185,90 | +10,7 % | Jahr im Plus → Ø September +0,50 % |
| DAX | 26.258,11 | +7,2 % | Jahr im Plus → Ø September +0,48 % |
| ATX | 6.768,24 | +27,1 % | Jahr im Plus → Ø September +0,22 % |
Alle vier Indizes liegen komfortabel im Plus – und fallen damit in jene Gruppe, in der der September historisch kein Problemmonat war. Das ist keine Prognose, sondern eine Einordnung: Die statistische Grundlage für Nervosität ist heuer schwächer als in einem durchschnittlichen Jahr.
Woher kommt der September-Effekt überhaupt?
Ehrliche Antwort: Niemand weiß es sicher. Es gibt vier gängige Erklärungsversuche, und jeder hat eine Schwäche.
- Rückkehr aus dem Sommer. In den umsatzschwachen Sommerwochen bewegen wenige Orders viel. Im September kommen die großen Adressen zurück, positionieren um – und schlechte Nachrichten schlagen wieder voll durch.
- Fonds-Geschäftsjahre. Viele US-Fonds schließen ihr Geschäftsjahr am 31. Oktober. Im September werden Verlustpositionen bereinigt und Depots „aufgeräumt“ – das erzeugt Verkaufsdruck.
- Nachrichtendichte. September heißt Quartalsende, Notenbanksitzungen, Konjunkturprognosen und erste Ausblicke auf das Folgejahr. Mehr Anlässe für Neubewertungen bedeuten mehr Bewegung – und Kurse fallen schneller, als sie steigen.
- Selbsterfüllende Erwartung. Wenn genug Marktteilnehmer einen schwachen September erwarten, verhalten sie sich entsprechend vorsichtig.
Und dann gibt es noch die unbequemste Erklärung, die in der Finanzwissenschaft ernst genommen wird: Zufall plus Datensuche. Bei zwölf Monaten ist zwangsläufig einer der schwächste. Untersuchungen zu Kalendereffekten – am bekanntesten die Arbeit von Sullivan, Timmermann und White über die „Gefahren datengetriebener Schlüsse“ (1998) – zeigen, dass viele scheinbar robuste Saisonmuster verschwinden, sobald man korrekt dafür kontrolliert, wie viele Muster man überhaupt getestet hat. Dass der September-Effekt in mehreren Ländern gleichzeitig auftritt, spricht zwar für ihn. Beweis ist es keiner.
Der Praxistest: Was der September-Ausstieg einen österreichischen Anleger kostet
Angenommen, Sie nehmen die Statistik ernst und verkaufen Ende August, um Anfang Oktober zurückzukaufen. In Österreich stoßen Sie dabei sofort auf ein Problem: Auf realisierte Kursgewinne fallen 27,5 % Kapitalertragsteuer an – ohne Behaltefrist, ohne Freibetrag, ohne Ausnahme für langfristige Anleger. Das hat der Gesetzgeber 2012 so festgelegt und bis heute nicht geändert.
Daraus ergibt sich eine erstaunlich einfache Faustformel. Damit sich der Ausstieg überhaupt lohnt, muss der Markt im September stärker fallen als:
27,5 % × (unrealisierter Gewinn ÷ aktueller Depotwert)
- Ihre Position ist 10.000 € wert, davon 2.000 € Buchgewinn (20 %) → der September müsste um 5,5 % fallen. Das ist beim S&P 500 in 14 von 98 Jahren passiert (14 %).
- Ihre Position ist 10.000 € wert, davon 4.000 € Buchgewinn (40 %) → nötig sind 11,0 % Minus. Das gab es in genau 6 von 98 Septembermonaten – und fünf davon liegen vor 1975.
- Bei 60 % Buchgewinn brauchen Sie einen Absturz um 16,5 %. Den gab es seit 1928 ein einziges Mal: 1931.
Spesen, Spreads und die Möglichkeit, dass Sie den Wiedereinstieg verpassen, sind dabei noch gar nicht eingerechnet.
Der Backtest, der alles sagt
Wir haben die Strategie „jedes Jahr am letzten Augusttag verkaufen, am letzten Septembertag zurückkaufen“ über die vollen 98 Jahre durchgerechnet – einmal ohne Steuern und einmal so, wie es in Österreich tatsächlich abliefe:
| S&P 500, 1928–2025, aus 1 € wurden … | Endvermögen |
|---|---|
| Buy & Hold, vor Steuern | 387,60 € |
| Jeden September ausgesetzt, ohne Steuern und Spesen | 1.388,10 € |
| Buy & Hold, KESt einmal am Ende | 281,30 € |
| Jeden September ausgesetzt, mit 27,5 % KESt auf jeden Verkauf | 87,80 € |
Auf dem Papier sieht der September-Ausstieg spektakulär aus: aus 1 € werden 1.388 € statt 388 €. Sobald aber 98-mal die österreichische KESt fällig wird, dreht sich das Bild komplett – am Ende bleiben 87,80 € statt 281,30 €. Die Steuer frisst nicht nur den gesamten Vorteil, sie macht daraus einen erheblichen Nachteil. Der Grund ist die verlorene Steuerstundung: Wer nie verkauft, lässt das Finanzamt jahrzehntelang mitarbeiten. Die Aktien im Depot zu belassen, ist somit meist die bessere Idee.
Was Sie stattdessen tun können
- Sparplan einfach weiterlaufen lassen. Wenn der September wirklich der schwächste Monat ist, kaufen Sie in ihm im Schnitt günstiger ein. Für den Ansparer ist ein schwacher Monat kein Risiko, sondern ein Rabatt.
- Nicht auf den „Oktober-Rebound“ setzen. Beliebte Erwartung, schwache Datenlage: Nach einem negativen September brachte das vierte Quartal beim S&P 500 im Schnitt nur +1,25 %, nach einem positiven September dagegen +4,95 %. Ein schwacher September ist also eher kein Kaufsignal.
- Das Schlussquartal im Blick behalten – aber ohne Erwartungshaltung. Oktober bis Dezember war seit 1928 in 74 % der Jahre positiv, mit durchschnittlich +2,89 %. Das ist die eigentlich auffällige Saisonalität – nutzbar ist sie trotzdem nicht, weil die Streuung riesig ist.
- Liquidität prüfen, nicht Kalender. Wenn Sie Geld in den nächsten ein bis drei Jahren brauchen, gehört es ohnehin nicht in Aktien – im September so wenig wie im April.
- Rebalancing statt Timing. Wenn Sie das Gefühl haben, zu viel Risiko im Depot zu haben, ist die Antwort eine dauerhaft angepasste Aktienquote und nicht ein Monatsausflug ins Tagesgeld.
Fazit
Der September-Effekt ist echt – er ist in 98 Jahren S&P-500-Historie messbar und taucht auch bei DAX und ATX auf. Aber er ist klein, er ist über die Jahrzehnte geschrumpft, er wird von einer Handvoll Krisenjahre dominiert, und er verschwindet fast vollständig, wenn das Jahr bis August gut gelaufen ist – so wie 2026. Der Mythos vom besonders gefährlichen Wahljahr-September hält der Prüfung ohnehin nicht stand.
Für österreichische Anlegerinnen und Anleger ist die Rechnung am Ende ganz einfach: Selbst wenn der September-Effekt zuverlässig wäre – bei 27,5 % KESt auf jeden realisierten Gewinn wäre er nicht groß genug, um den Ausstieg zu bezahlen. Die statistisch beste Reaktion auf den September ist, nichts zu tun.
Häufige Fragen
Fällt die Börse im September immer?
Nein. Beim S&P 500 endeten seit 1928 rund 54 % der Septembermonate im Minus – und 46 % im Plus. Beim ATX waren es in den letzten zehn Jahren sogar sieben positive Septembermonate von zehn.
Welcher Monat ist historisch der beste?
Beim S&P 500 seit 1928 der Juli mit durchschnittlich +1,67 %, gefolgt von April (+1,36 %), Dezember (+1,27 %) und Jänner (+1,21 %). Der Dezember hat mit 27,6 % die niedrigste Verlustquote aller Monate.
Sollte ich meinen ETF-Sparplan im September pausieren?
Aus den Daten lässt sich das nicht begründen. Ein Sparplan profitiert von schwachen Monaten, weil er dann mehr Anteile für denselben Betrag kauft. Wer aussetzt, tauscht einen kleinen statistischen Vorteil gegen das Risiko, den Wiedereinstieg zu verpassen.
Gilt der September-Effekt auch für Anleihen oder Gold?
Diese Auswertung bezieht sich ausschließlich auf die vier genannten Aktienindizes. Aussagen zu anderen Anlageklassen lassen sich daraus nicht ableiten.
Methodik
Alle Renditen in diesem Beitrag sind eigene Berechnungen auf Basis täglicher Schlusskurse (Datenquelle: Yahoo Finance; Symbole ^GSPC, ^DJI, ^GDAXI, ^ATX). Die Monatsrendite ist die Veränderung des Schlusskurses am letzten Handelstag eines Monats gegenüber dem letzten Handelstag des Vormonats. Ausgewertete Septembermonate: S&P 500 1928–2025 (98), Dow Jones 1992–2025 (34), DAX 1988–2025 (38), ATX 1993–2025 (33). Der September 2026 ist zum Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen und daher in keiner Statistik enthalten. S&P 500, Dow Jones und ATX sind Kursindizes ohne Dividenden, der DAX ist ein Performanceindex inklusive Dividenden. Die Zahlen decken sich mit publizierten Auswertungen (siehe Quellen).
Quellen
- Kursdaten: Yahoo Finance – historische Kurse S&P 500, Dow Jones, DAX und ATX (abgerufen am 2. September 2026)
- RBC Wealth Management: Nothing new about September slides for stock markets – Vergleichswerte: −1,2 % Durchschnitt seit 1928, 55 % negative Septembermonate, neun der 40 schwersten Monatsverluste im September
- The Motley Fool: September Effect Statistics – S&P 500 seit 1950 im Schnitt −0,6 %, seit 2000 −1,4 %
- finanzen.net: September-Effekt: Warum der schwächste Börsenmonat Anleger nervös macht (24. August 2026)
- Whitebox: September-Effekt: Warum der schwächste Börsenmonat kein Grund zum Handeln ist
- Sullivan, Timmermann & White: Dangers of Data-Driven Inference: The Case of Calendar Effects in Stock Returns (Sullivan, Timmermann & White, UC San Diego, 1998) – knapp 9.500 Kalenderregeln getestet: Nach Korrektur für die Zahl der geprüften Muster bleibt keine davon signifikant
- WKO: Besteuerung von Kapitalvermögen – 27,5 % KESt auf Kursgewinne, keine Behaltefrist (Stand 1. Mai 2026)
- Bundesministerium für Finanzen: Kapitalerträge im engeren Sinn – 27,5 % KESt auf Dividenden aus Aktien
- Wikipedia: 2026 United States elections – Termin der Zwischenwahlen am 3. November 2026
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Historische Renditen sind kein Indikator für künftige Entwicklungen. Kursverluste bis zum Totalverlust sind bei Aktieninvestments möglich.


