Trendfolgestrategie - Nicht nur bei Enten oft vielversprechend
Trendfolgestrategie - Nicht nur bei Enten oft vielversprechend

Die Trendfolgestrategie ist einer der bekanntesten und beliebtesten Trading-Strategien beim CFD-Handel. Der Grundgedanke: Es ist kaum möglich, zukünftige Kurstrends vorherzusagen. Bestehende Trends zu erkennen, ist jedoch vergleichsweise einfach. Auf diesen Zug springen Anleger bei der Trendfolgestrategie ganz einfach auf. Da der Handel über CFDs abläuft, ist das etwas verspätete Aufspringen kein Problem. Schließlich ist das Finanzprodukt mit einem Hebel ausgestattet, was auch bei kleineren Kursbewegungen hohe Gewinne ermöglicht.

Welche Arten von Trends gibt es?

Zunächst müssen sich Trader darüber informieren, welche Trends überhaupt existieren. Hier gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten:

  1. Aufwärtstrend
    Der Kurs des Basiswerts steigt kontinuierlich an, wobei das Wachstum keineswegs linear sein muss. Auch kurzfristige Ruhephasen oder Kursverluste sind möglich.
  2. Abwärtstrend
    Für den Abwärtstrend gilt genau das Gegenteil. Der Kurs des Basiswerts sinkt über einen bestimmten Zeitraum, wobei auch hier kurzfristige Ausreißer möglich sind.
  3. Seitwärtstrend
    Hierbei schwankt der Kurs um einen bestimmten Wert, ohne sich klar in einer Richtung zu entwickeln.

unterschiedliche-trends

Für die Trendfolgestrategie eignen sich lediglich die ersten beiden Szenarien. Ist ein Seitwärtstrend zu erkennen, kann schließlich keinem Trend gefolgt werden. Dennoch können Trader auch solche Marktsituationen nutzen, indem sie beispielsweise die Volatilitätsstrategie anwenden.

Die Funktionsweise der Trendfolgestrategie

Schon eine alte Börsenweisheit besagt: „The trend is your friend“ und bringt den Kerngedanken der Trendfolgestrategie absolut auf den Punkt: Es ist wahrscheinlich, dass sich bestehende Trends fortsetzen. Zwar sind auch Abbrüche oder Umkehrungen möglich, dies geschieht allerdings signifikant seltener als die Trendfolge. Wer also grundsätzlich Trends folgt, kann hierdurch Gewinne erzielen.

Aber: Es bleibt natürlich die Frage: Wann existiert ein Trend? Für private Anleger ist es in der Tat kaum möglich, eine Trendumkehr frühzeitig zu erkennen und von Beginn an einen neuen Trend mitzunehmen. In der Praxis ist das aber auch gar nicht erforderlich. Es genügt, einige Zeit nach der Trendausbildung auf den Zug aufzuspringen. Dank der Hebelwirkung von CFDs kann schon binnen kurzer Zeit ein hoher Gewinn mitgenommen werden, auch wenn sich der Kurs des Basiswerts nur um einige Zehntelprozentpunkte in Richtung des Trends bewegt.

Wie erkenne ich einen Trend?

Einen bestehenden Trend zu erkennen, ist deutlich einfacher, als einen künftigen Trend vorherzusagen. Dennoch müssen Anleger Indikatoren verwenden, um den Trend zweifelsfrei zu identifizieren. In der Praxis haben sich folgende Indikatoren bewährt:

  • Gleitende Durchschnitte
  • Movering Avergence Convergence DIvergence Indiex (MACD)
  • Avergae Directonal Index (ADX)
  • Relative Strenght Index (RSI)

Beliebt ist dabei die Kombination von gleitenden Durchschnitten und dem MACD, was unter anderem an der einfachen Handhabung liegt. Trader nutzen einen gewichteten gleitenden Durchschnitt über 10 Minuten und den MACD mit den Parametern 13, 50 und 18. Jetzt existieren zwei Möglichkeiten:

  1. Der aktuelle Kurs liegt über dem gleitenden Durchschnitt und der MACD liegt oberhalb der Signallinie. In diesem Fall wird ein Long-Signal (Kaufsignal)
  2. Der aktuelle Kurs liegt unterhalb des gleitenden Durchschnitts und der MACD unterhalb der Signallinie. Ist dies der Fall, so wird ein Short-Signal (Verkaufssignal)

Zu Divergenzen kommt es, wenn die Kurse generell steigen, der MACD aber nicht im Gleichschritt zulegen kann. Es kann sogar vorkommen, dass er bereits abwärtsgerichtet ist. Das deutet in der Regel daraufhin, dass eine bestehende Long-Position verkauft werden sollte. Selbiges gilt im umgekehrten Fall auch für Short-Positionen.

Qualität des Trends beurteilen

Das Erkennen eines Trends allein ist noch keine Garantie für Gewinne. Es gilt, möglichst qualitativ hochwertige Trends zu erkennen. Sprich: Der Trend hält noch möglichst lange an. Beim Aufwärtstrend ist das dann der Fall, wenn sich der Markt im unteren Bereich des Trendkanals befindet. Doch auch während starker Trends kann es immer wieder zu kompletten Konsolidierungen kommen. Da CFDs über keine feste Laufzeit verfügen, sollte sie der Anleger vor einer Konsolidierung verkaufen. Anschließend wird dann wieder dem übergeordneten Trend gefolgt.

Dazu ist es wichtig, die Qualität eines Trends richtig einzuordnen. Insbesondere der Indikator „ADX“ wird hierzu verwendet. Trader finden ihn in fast allen Handelsplattformen, die von CFD-Brokern angeboten werden. Die Interpretation des Indikators ist recht simpel und auch für Laien vorzunehmen. Aber: Der ADX zeigt die Stärke der Bewegung an, gibt aber keine finale Auskunft über die zu erwartende Entwicklung in der Zukunft. Daher sollte der Indikator immer mit der Chartanalyse kombiniert werden. Interpretation und Vorgehensweise beim ADX:

ADX-Wert Trendstärke Anweisung
<20 Seitwärtstrend Da kein wirklicher Auf- oder Abwärtstrend vorliegt, sollte der Trader nichts unternehmen.
20 Erstes Anzeichen Schneidet der ADX-Wert die 20er Marke von unten kommend, könnte sich ein Trend entwickeln.
20 bis 40 Bestätigtes Anzeichen Auch in diesem Fall ist noch Vorsicht geboten. Allerdings deutet der Indikator daraufhin, dass sich gerade ein Trend entwickelt. In diesem Fall sollte nur in Richtung des vorherrschenden Trends ge- oder verkauft werden. Gleitende Durchschnitte eignen sich, die Annahme zu überprüfen.
>40 Starker Trend Der ADX-Wert geht von einem starken Trend aus, auf dessen Basis Positionen eröffnet werden können.
>50 Extrem starker Trend Positionseröffnungen sind jetzt praktisch immer zu empfehlen.
>70 Supertrend Dieser Fall ist extrem selten. Wer einen derartig starken Trend vorfinden sollte, kann bezüglich seines Risikomanagements etwas aggressiver vorgehen als sonst. Wer beispielsweise lediglich 3 Prozent seines Kapitals für eine einzige Position verwendet, kann in diesem Fall auf 4 Prozent hochgehen.

Fazit: The trend is your friend

Der Grundgedanke der Trendfolgestrategie ist einfach. Anleger erkennen einen aktuell bestehenden Trend, eröffnen eine Position in die entsprechende Richtung und partizipieren dank der Hebelwirkung von CFDs stark an dieser Entwicklung. Die wirkliche Herausforderung besteht allerdings darin, den Trend zu erkennen. Möglich ist das mit Hilfe der Verwendung einiger Indikatoren wie etwa gleitender Durchschnitte, dem RSI oder dem MACD. Zusätzlich kann die Qualität des Trends mit dem ADX-Wert ermittelt werden. Verfügbar sind diese Indikatoren immer über die Handelsplattform des eigenen CFD-Brokers.

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